Bekannt aus…  

Damit Ihr Event zum Erfolg wird


 

Entertainment mit Niveau

Wenn Sie auf der Suche nach einem Künstler sind,
der Ihre Gäste zum Lachen und Staunen bringt,
dann sind Sie hier genau richtig!

Referenzschreiben

  • Die Aufführung als Pavarotti war ein Knaller. Keiner kam aus dem Lachen mehr raus. Die Integration von Mitarbeitern in die Darbietung lockerte die Veranstaltung ebenfalls auf. Es war rund herum eine tolle Aufführung von Herrn Leiste.

  • Der Pharma-Kommunikations-Preis „Comprix“ feiert sein 20-jähriges Jubiläum mit den besten Showacts der Veranstaltungsreihe. Natürlich mit Tébé & Leiste – so dynamisch und mitreißend, wie eh und je! Riesen Applaus!!!

  • Falkenpreis

    Die Preisträger des Schweizer "Falkenpreises" in der Sparte Comedy und Akrobatik: Tébé & Leiste!

  •  

    ...Vorallem Ihre Bühnenshow bot alles, was man an einenm solchen Abend braucht.
    Humor, Witz, Artistik und Kurzweil vom Feinsten, sodass jeder der Anwesenden auch Tage nach der Veranstaltung noch mit Begeisterung von Ihrem Auftritt gesprochen hat.
    Ein Profi durch und durch.

  • ContiTireAward Urkunde

    Jetzt ist es amtlich: Für ihren großartigen Auftritt während des ContiTireAward erhielten Tébé & Leiste diese Urkunde.

  • Ich habe lange nicht mehr so viele Menschen so herzlich lachen sehen. Und auch selbst selten so viele Tränen gelacht, wie während Ihres Programms.
    Grandiose Bühnenshow, hervorragende Animation!
    Ob als Polizist, Parmarotti oder dicke Ballerina - es war alles wunderbar durchdacht und arrangiert.

    Wenn wir eine Lachgarantie benötigen, werden wir Sie auf jeden Fall wieder buchen!

News und Aktuelles

 

Hier finden Sie alle News & aktuelles zu Georg Leiste - Comedyakrobat.

» zu den News

Georg Leiste - ein Künstler für alle Fälle

Als Showkünstler stand Georg Leiste mit vielen Größen des deutschen Showbusiness auf der Bühne

Beim Bühnenjubiläum der Kölner Kultband "De Höhner" unter anderem mit Stefan Raab, Anke Engelke oder Thomas Gottschalk. Auch international ist der Unterhaltungskünstler gefragt: Beim "Festival der Träume“ in Innsbruck Österreich, "Winter-Wonderland", der Weihnachts-Dinner-Show in Dornbirn Österreich genauso wie in Beijing in China beim "International Humor Festival“. Oder aber auch bei Event-Veranstaltungen wie für das Managermeeting Arag in Barcelona, das Kunden-Event für Coca Cola in Amsterdam Holland oder Ärztetagung in Sharm El-Sheikh Ägypten. Dabei kommt Leiste zugute, dass er zwar auch mit Worten jongliert, aber nicht nur. Akrobatik, Slapstick, Comedy, all das gehört zu seinem Repertoire und all das mixt er für jeden Showevent zu einem genau auf sein Publikum zugeschnittenen Cocktail.                                                                                                                                                             

Foto: Guildo Horn mit Georg Leiste in der Lanxess-Arena Köln

Showkünstler für Firmenjubiläen und private Feiern

Die Mixtur aus Georg Leistes unterschiedlichen Talenten - Clown, Akrobat, Hochseilartist, Comedy Künstler und vieles mehr - ermöglicht ihm von einer Betriebsfeier über Seminare bis zu großen Firmenevents immer ein passendes Programm zusammen zu stellen. Lachen ist die beste Medizin und Lachen ist auch die beste Starthilfe für die Corporate Identity in einer Firma, Abteilung oder Behörde. Leiste stürzt sich mitten ins Getümmel einer Firmenfeier, einer Hochzeit oder eines runden Geburtstags. Er bezieht die Gäste ein und lässt sie an seiner Comedy-Akrobatik teilhaben. Die Stimmung steigt und bald kocht sie über, wenn Leiste auf einem Seil balanciert, das die Gäste unter Spannung halten. Das erzeugt Gemeinschaft durch gemeinsames Lachen und schweißt zusammen durch das "an einem Strang ziehen". So ist nicht nur der Geburtstag eine bleibende Erinnerung, auch Mitarbeiterseminare und Kundenevents bekommen eine Dynamik, aus der tolle Spin-offs für den Arbeitsalltag hervorgehen. Bei allen Events, bei denen nicht ausschließlich bierernst gearbeitet werden soll, sondern auch mal ein Lachen Platz hat, oder am Abend ein lachender Kontrapunkt zu einem anstrengenden Seminartag gesetzt werden soll, da ist der Unterhaltungskünstler Georg Leiste goldrichtig.                                                                                                                                                                                                                      Foto: Comedian Georg Leiste auf einem Festival

Zirkus- und Varietéauftritte

Aber nicht nur das Bad in der Menge und den intimen Kontakt zum Publikum beherrscht Leiste, auch die Bühne im Varieté, auf großen Festivals oder das Rund der Zirkusmanege gehört zu seinem Repertoire. Immer ist es die Mischung aus verschiedenen Showkünsten, die sein Programm so kurzweilig und abwechslungsreich macht. Hier kommt ihm die fundierte Ausbildung zugute, die er an der Clownschule "Scuola Teatro Dimitri" in der Schweiz genossen hat. Akrobatik, Artistik, Entertainment und Clownerie gehen eine Symbiose ein, die einen direkten Angriff auf die Lachmuskeln darstellt. Doch natürlich beherrscht Leiste auch die leisen Töne der magischen Zirkuswelt, denn die Poesie des traurigen Clowns gehört immer auch zu dem lustigen Mann mit der roten Nase und den großen Schuhen. Seine Vielseitigkeit ist wohl das prägendste Merkmal des Showkünstlers Georg Leiste. So ist es nicht erstaunlich, dass Georg Leiste gern zu vielen Circus Roncalli Events oder im Zirkus Flic Flac engagiert wurde.                                    

 

 

Foto: Clown Georg Leiste im Circus Roncalli

Comedy Künstler für die Betriebsfeier und die große Gala

Georg Leiste ist sich nicht zu fein, auf Ihrer Betriebsfeier den Abteilungstölpel zu geben, aber er ist auch charismatisch genug, auf einem großen Ball, einer Gala oder im Varieté eine perfekte und spritzige Bühnenshow abzuliefern. Fragen Sie an, wenn Sie für Ihre Veranstaltung oder Feier gute Stimmung buchen wollen, sei es ein Jubiläum, eine Hochzeit, ein Geburtstag oder das ultimative Firmenevent. Sie bringen die Gäste, Georg Leiste bringt die Stimmung.

Foto: Firmenfeier mit Comedian Georg Leiste

Künstler-Vita Kurzbeschreibung


  • Rudolf-Steiner-Schule München
  • 1981-1984 Ausbildung zum „Diplom-Clown“ in der Schweiz (Clownschule Scuola Teatro Dimitri)
  • 1984 – 1988 Engagement bei der „Compagnia Teatro Paravento“ (Schweiz) mit zahlreichen Fernsehauftritten und Theatergastspielen in Europa und Übersee
  • 1988-2014 Gemeinsam mit Thomas Bruchhäuser: Gründung des über 26 Jahre erfolgreichen Comedy-Duos „Tébé & Leiste“ (Varietés, Festivals, TV-Shows, Firmenevents, Weihnachtsfeiern, Hochzeiten, Geburtstage, Zirkus,Incentives)
  • 1996 Gemeinsam mit Alex Andrioni: Gründung des Comedy-Duos „Andrioni & Leiste
  • ab 2000 Solo-Karriere: Mit meiner Comedy Parmarotti-Show sowie anderen Darbietungen (Buchungen zu Events, Firmenfeiern, Festivals, Hochzeiten, Geburtstagen, Varietés, in ZirkusWeihnachtsfeiern und Fernsehen).
  • Beteiligte mich als Clown und Komiker an sechs Produktionen der Kölner Kultband „Höhner Rockin’ Roncalli Show“.
  • Wirkte mit in Produktionen vom „Cirkus Flic Flac“
  • 2010 Deutschlandweite MediaMarkt Tour „Circus der Werte“ mit Roncalli.
  • 2011 Engagement auf dem „International Humor Festival“ in Peking. Die Show wurde chinaweit im National Chinese Television CCTV ausgestrahlt.
  • 2014 Abschied und gleichzeitig Neuanfang: Tébe & Leiste reloaded.
Nach 26 Jahren erfolgreichem Duo Tébé & Leiste Thomas Bruchhäuser & Georg Leiste, verabschiedete sich Bruchhäuser und Manuel Schunter begann als neuer Partner. Wir sind beide solistisch und im Duo international tätig.

Vom Waldorfschüler zum Diplom-Clown – meine Vita

Ich wurde am 10.04.1964 in Waldshut Deutschland geboren. Mein Vater, ein junger Arzt, holte mich ebenso wie meine Geschwister, in unserem Wohnzimmer auf die Welt. Ich kann mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, wie viel ich wog und wie groß oder klein ich wirklich war.

Als ich ein Jahr alt war, zogen meine gesamte Familie und ich nach München.

Kaum in München angekommen, bekamen meine beiden Schwestern und ich noch ein Brüderchen geschenkt. Prima, mit dem konnte man eine Menge anfangen. Kaum dass er laufen konnte, schnallten wir ihm einen Plastikhelm auf, kletterten auf die Kommode und sprangen herunter. Blöd nur, dass wir ihm keinen Helm um den Arm gebunden hatten, der war nämlich flugs gebrochen.

Schon als Kleinkind hatte es meine Mutter nicht leicht mit mir. Wenn es zum Einkaufen ging, weigerte ich mich mitzukommen, außer ich durfte auf dem Parkgeländer balancieren...

Wir durften alle in die Rudolf Steiner Schule München gehen.

Die Schule inspirierte mich zur Clownerie und Theaterspiel.

Als Jugendlicher wirkte ich bei der Theaterproduktion „Momo“ mit, bei der Hanna Schygulla Regie führte.

Ich spielte nur ein Kind, war aber stolz und glücklich, da mitmachen zu dürfen.

Mein Weg zum fahrenden Volk war nun besiegelt. Mit meinem Freund Alexander übte ich mit Begeisterung Seiltanz, Jonglieren und Einradfahren.

Ich bemerkte schnell den Vorteil eines Einrades. Zur Schule benötigten wir zu Fuß ca. 20 Minuten. Mit dem Fahrrad war es nicht erlaubt (zu gefährlich, laut Aussage meiner Eltern). Mit dem Einrad brauchte ich nur 15 Minuten und hatte gleichzeitig ein fantastisches Training, sowie eine unglaubliche Aufmerksamkeit.

Herrlich, ich war einer der ersten „Normalbürger“, die mit dem Einrad durch die Stadt fuhren.

So sammelten wir unsere ersten Auftrittserfahrungen als junge Komiker, Clowns und Artisten und traten auf Schulfeiern, Geburtstagen, Hochzeiten, Festivals und anderen Events auf.

1977 beim Theaterfestival in München war für uns die Premiere auf dem Hochseil, das erste Mal traten wir öffentlich damit auf. Was für eine Aufregung! Aber nicht nur für mich. Meine Oma stand unten im Publikum voller Angst und meine Mutter versuchte sie zu beruhigen mit den Worten “Wenn Georg eine Straße überquert, ist das doch viel gefährlicher“. Ob das Oma wirklich beruhigte, habe ich nie erfahren.

Motiviert von dem erfolgreichen Balanceakt wagte ich mich nun an größere Ziele: ich nahm am Clown-Wettbewerb des Münchner Theaterfestivals teil und erhielt prompt den Preis als bester Nachwuchs-Clown. Wie geil war das denn, wie man heute sagen würde...

Im 8. Klassenspiel (so etwas gibt es in der Waldorfschule) spielten wir „Der Kaufmann von Venedig“, ich natürlich den Komiker „Lanzelot Gobo“.

Kurz darauf folgte mein erstes offizielles Engagement, und das gleich in einem großen Rahmen. In dem Stück „Don Quichotte“ spielte ich pantomimisch den „Sancho Pansa“. Das ganze fand in den Kammerspielen München statt, wurde von den Münchner Philharmonikern musikalisch begleitet und zur Krönung vom BR ausgestrahlt.

Ein weiteres prägendes Ereignis war für mich der Auftritt des Comedian Jango Edwards beim Theaterfestival. Ich war von seiner Power und Comedy fasziniert und tief beeindruckt. Da er aber (wie in den siebziger Jahren beliebt) die Nacktheit sehr zur Schau stellte und unter der Gürtellinie agierte, empfand meine ältere Schwester das als ungeeignet für mich und zerrte mich unter meinem vehementen Protest nach draußen... Da nützten alle Argumente nichts, wie interessant und weiterbildend dies doch für mich sei.

Nun musste mir mein jährlicher Zirkus Krone Besuch als Inspiration ausreichen. Hier im Zirkus Krone Bau München trat nämlich zu der Zeit der weltberühmte Clown und Akrobat Charly Rivel auf. Tatsächlich inspirierte mich dieser großartige Clown für mein ganzes Leben. Mich faszinierte, wie er mit seiner Einfachheit und minimalistischen Art und Weise die Menschen in seinen Bann zog.

Parallel hatte ich das Glück als Jugendlicher in München den erblühenden Circus Roncalli zu erleben. Der Circus Roncalli mit seinen Seifenblasen, besonderen Künstlern und Kostümen schwamm auf der Poesiewelle, die das Publikum und auch mich berührte. Dass ich später mal selbst im Roncalli auftreten sollte, fiel mir nicht im Traume ein.

Als Clown Dimitri, der berühmte Schweizer Clown, in München auftrat, war für mich wie für meinen Freund Alexander klar: in seine Clownschule müssen wir gehen.

Dies setzte mein Freund auch gleich um (schöner Freund, ich musste nämlich erst mal noch in der „normalen“ Schule bleiben).

Drei Jahre später war es aber endlich soweit und mit 17 Jahren, also 1981, begann ich die Ausbildung an der Clownschule „Scuola Teatro Dimitri“, Schweiz/Tessin.

Geschafft! Hier durfte ich endlich im wunderschönen Ticino meinen Traum verwirklichen, Clown und Komiker zu werden.

Wir lernten Clownerie, Comedy, Pantomime, Maskenspiel, Improvisation, Tanz, Akrobatik und Artistik.

Wir waren eine starke junge Klasse, vier Schüler starteten die Clown-Schule mit 17 Jahren.
So junge Schüler gab es dort noch nie und dann gleich vier auf einmal.
Hier lernte ich auch meinen späteren Partner Thomas Bruchhäuser kennen.
Er war wie ich einer der jungen Schüler und er fiel mir gleich in den ersten Tagen mutig und positiv auf.

In einer Improvisation Stunde stellte er pantomimisch dar, wie er vor einem Spiegel steht und sich einen Pickel ausdrückt.
Dies fand ich vor allem beachtlich, da er gerade mal 17 Jahre alt war und sehr mit Akne zu kämpfen hatte.

In unserer Klasse bildete sich eine Jungen Clique. Wir fanden, es macht viel mehr Sinn zusammen zu kochen. 
Also vereinbarten wir, dass wir uns reihum mit dem Kochen abwechseln, so musste jeder nur alle vier Tage ran.
Jeden Mittag trafen wir uns in Thomas kleinem Apartment und einer kochte.
Später, als Thomas dort zusammen mit seiner Freundin wohnte, modifizierten wir das System noch erheblich.
Thomas Freundin kochte. Ein kleines Problem tauchte allerdings sehr schnell auf, sie kochte hervorragend und wenn alle nicht mehr konnten, gab es immer noch einen Nachtisch...
Das wäre nicht wirklich das Problem gewesen, aber irgendwann war dann auch die längste Pause zu Ende und wir mussten mit vollen Bäuchen entweder zu Tanz, Akrobatik, Pantomime oder oder...
Das zweite Problem, ich nahm zu. Aber so richtig. Als kleines Kind war ich mal unterernährt (meine Eltern würden wahrscheinlich eher anstatt unterernährt „schmächtig“ sagen),
dieser Zustand bestand zu der Zeit auf alle Fälle nicht.
Der Akrobatik und dem Tanz war das Pummeligsein auch nicht gerade zuträglich.
Ich weiß gar nicht mehr, wie ich das Problem wieder in den Griff bekommen habe, die Küche wurde auf alle Fälle nicht schlechter.

Nach dem ersten Schuljahr fuhr ich zum Urlaub nach München. Hier ergab es sich, dass ich in einer Kinder-Fernseh-Sendung des Bayrischen Rundfunks mit einer komischen Jonglage-Nummer auftrat. Die Sendung wurde damals unter anderem von Anke Engelke moderiert. Am Ende der drei jährigen Clown-Theater-Ausbildung machte unsere Klasse ein Abschlussstück. Ein Krimi im Varieté, bei dem unser Mentor Clown Dimitri selbst Regie führte.

Zu den Proben erschien plötzlich der bekannte Schweizer Komiker Emil Steinberger, um Inszenierungs-Vorschläge einzubringen. Für mich eine Sensation, Emil Steinberger persönlich... Ich war von ihm sehr beeindruckt.

1984 beendete ich die Ausbildung und durfte mich nun „Diplom-Clown“ nennen :0)

Wie es der Zufall will, stieg genau zu der Zeit ein Ensemble-Mitglied der „Compagnia Teatro Paravento“ aus. Die Compagnia, alles ehemalige Dimitri Absolventen, ist eine Theatergruppe, die ein eigenes Theater in Locarno (Schweiz) betreibt. Mit ihren Clown oder „Comedia del Arte“-Stücken spielen sie im eigenen Haus und touren durch ganz Europa.

Nun wurde ich zu einem neuen Mitglied. Ich stieg perfekt zu der neuen Produktion „Perpetum Teatrobile“ ein. Dieses Stück handelte von dem Werdegang der Clownerie. Regie führte der tschechische Komiker und Regisseur Ctibor Turba. Er verstand es perfekt, alle meine neu erlernten Fähigkeiten hervorzulocken und auf die Bühne zu bringen.

Es war für mich ein wunderbares Gefühl: ich machte eigentlich so gut wie dasselbe wie vorher in der Ausbildung, nämlich trainieren und proben, aber ich musste nicht dafür zahlen, sondern bekam auf einmal Geld dafür. Herrlich!

Nun gab es leider ein kleines Missgeschick. Ich bin Deutscher und brauchte, um in der Schweiz zu arbeiten, eine Arbeitserlaubnis. Als erstes musste die Compagnia beweisen, dass kein Schweizer diese Arbeit machen konnte. Zweitens muss man in dem Moment, in dem man einen Arbeitserlaubnis beantragt, das Land verlassen, bis die Bewilligung erteilt ist.

Nun gut, offiziell verließ ich das Land...

Doch gleichzeitig trat das Tessiner Fernsehen an mich heran. Sie engagierten mich mit einem von mir erarbeiteten Comedy-Matrosen-Sketch.

Als die Bewilligung nach drei Monaten endlich da war, wurde ich benachrichtigt, sie doch bitte abzuholen. Der Beamte befragte mich, ob ich denn die drei Monate die Schweiz verlassen hatte? Ich bejahte und versuchte, keinen roten Kopf zu bekommen. Er meinte „Ach ja, ich habe Sie neulich im Tessiner TV gesehen?“ Zum Glück hatte ich für die TV-Aufzeichnung ein Tagesvisum bekommen... Der Beamte lächelte wohlwollend, „ist klar...“    

Jetzt durfte ich offiziell in der Schweiz arbeiten und wir konnten auch bald Premiere feiern.

Für eine kleinen Szene in dem Stück kreierten Ctibor und ich einen Pierrot (Weißclown), der saxophonspielend auf dem Einrad einen Konflikt mit dem Licht hatte. Er wollte damit die Poesiewelle der 70er Jahre parodieren. Doch das Gegenteil geschah -

bei der Aufführung vergossen Frauen Tränen vor Rührung über diesen Pierrot. Ich war eigentlich mit der Reaktion des Publikums ganz zufrieden :-)   

 Ich tourte 4 Jahre mit der internationalen Clowns-Truppe durch Europa und Übersee, wir traten bei vielen Festivals und in Theatern auf.

Zu einem Fernsehauftritt von Alfred Biolek wurde die Compagnia nach Köln eingeladen, Teile aus ihrer Comedy Produktion „Perpetum-Mobile“ zu präsentieren.

Ein großes Highlight war unser Auftritt bei der Expo 1986, die „Compagnia Teatro Paravento“ wurde nach Vancouver eingeladen, um mit ihrem Clownstheater die Schweiz zu vertreten.

Was für ein Ereignis, zehn Tage spielten wir auf der Expo!
Komischerweise nahm ich das Ganze ein bisschen wie selbstverständlich hin. Heute, denke ich, würde mich diese ganze Aktion mehr beeindrucken.

In dieser Zeit wurde ich zu der Eurovision-Show „Clowns“ im Münchner Residenztheater engagiert, bei der ich neben berühmten Clowns, wie David Shiner oder Gardi Hutter, als roter Faden immer wieder als Clown auftauchte. Ich bestand darauf, dass der Regisseur Ctibor Turba für meine Clownparts die Regie übernahm.
Um das zu proben, reiste ich eine Woche nach Prag.

Durch diese TV-Show wurde Andre Heller auf mich aufmerksam und fragte mich für eine Clownstour durch Deutschland an.
Da ich aber noch in festen Verträgen mit der Compagnia steckte, konnte ich nicht zusagen.
Ich empfahl meinen Freund und späteren Partner Thomas Bruchhäuser. Der reiste dafür nach Wien und spielte allein vor dem großen Heller seine Sketche vor.
Thomas bekam den Auftrag und führte als Conférencier, Clown und Pantomime bei der Clown-Show „Lachen machen“ durch das Programm;
sie tourte erfolgreich durch 100 deutsche Städte.
Als ich mal Thomas Bruchhäuser in Deutschland besuchte, erzählte ich von meinem Projekt, ein eigenes Theaterstück „Der Seiltänzer“ zu machen.
Das führte zu dem Entschluss, doch besser zu zweit zu arbeiten.

So zog ich 1988 aus der Schweiz nach Koblenz, wo wir das Comedian-Duo „Tébé & Leiste“ gründeten.
Hier begann eine Partnerschaft, die 26 Jahre anhielt.
Wir sagten uns, wir machen jetzt ein paar Event-Comedy-Nummern, dann gehen wir auf Tour.

Bis dahin sollte ich mit Thomas und seinem Bruder Andreas Bruchhäuser, in eine kleine Wohnung in den Stadtteil Ehrenbreitstein ziehen.

„Die schwule Brüder“, so wurden Thomas und Andreas von den älteren Damen, die den ganzen Tag von den Fensterbänken auf die Strasse guckten, bezeichnet. Dass es wirklich Brüder waren, wussten sie nicht oder es interessierte sie auch nicht. Es passte auf alle Fälle prima, als noch ein dritter „schwuler Künstler“ mit einzog.

Einer von uns hatte ein kleines Zimmer mit einer großen Matratze. Ein anderer musste auf dem Sofa im Wohnzimmer schlafen, der dritte im Wintergarten. Wenn unsere Freundinnen zu Besuch kamen, musste derjenige, der gerade im Matratzenzimmer schlief, dieses für das Liebespaar freiräumen.

Ein weiteres Zimmer war unser Atelier. Da Andreas Kunstmaler ist, konnte er es zum Malen und wir zum Trainieren nutzen.

Hier erarbeiteten wir, Thomas und ich, uns also die Comedy und Akrobatik-Shows.

Als wir fertig waren, wollten auf Tour...

Äh ja, was für Touren eigentlich? Wo waren die ganzen Agenturen, die uns alle buchen wollten?

Um Aufträge zu bekommen, fingen wir an, Aquise-Touren zu machten und stellten uns bei den unterschiedlichsten Künstler Managements vor. Wir fuhren bis nach Paris und präsentierten unser Programm den damals großen Varieté - und Fernseh Agenturen, die an der Champs-Elysees residierten.

Manchmal kamen wir uns vor wie ein altes Ehepaar.

Wenn wir am Abend auf einer Terrasse saßen, in Wolldecken eingehüllt, und über unsere weiteren Strategien diskutierten, war das Bild des alten Ehepaars perfekt.

Auch dass wir selbstverständlich Doppelzimmer nahmen um für uns wie für den Kunden zu sparen, wurde das Bild noch unterstrichen.

Da wir noch so gut wie unbekannt waren, war es mit den Engagements noch sehr dünn bestellt. Trotzdem war die Situation so, dass wir immer ein festes Engagement in der Zukunft hatten. Und wir sagten uns, solange wir noch mindestens eine feste Buchung haben, geben wir nicht auf. So machten wir ruhig und mit Bedacht weiter.

Wir waren Künstler, also lebten wir auch so.

Wenn wir zuhause waren, verlief der Tag ungefähr so: Nach dem Frühstück wurde erst mal eine Stunde Skat gespielt. Dann ging es runter in den Hof, um mit großen Sonnen-Stroh-Hüten Boule zu spielen.

Wenn dann doch mal das Telefon klingelte, wurde wie wild die Treppe hinauf gerannt, um festzustellen, dass es wieder nur ein Freund, die Mutter oder sonst jemand war. Auf jeden Fall keine Künstleragentur, die gerade ein frisch motiviertes Comedy-Duo suchte.

Nichts desto trotz, als erstes kauften wir uns einen fettes Auto, einen Volvo Bertone. Dieser Bertone war eine Spezial-Edition mit Wurzelholzarmaturen, schwarzem Knautschleder usw., wie gemacht für ein Künstlerauto (falls die Auftritts-Touren dann doch mal kämen). Ein netter Nebeneffekt war, dieses exklusive Auto war tatsächlich das günstigste, welches wir je fuhren. Als wir uns nach zwei Jahren wieder davon trennen mussten, da wir dann doch einen Kombi benötigten, bekamen wir den selben Preis, den wir damals bezahlt hatten. Am liebsten hätten wir den Bertone in die Garage gestellt und für besondere Tage aufgehoben, leider konnten wir uns das damals nicht leisten.

Insgesamt machte uns das Künstlerleben sehr viel Spaß. Auch wenn wir noch nicht viele Auftritte hatten, kleideten wir uns gut und genossen das Leben.

Dabei kam uns auch unser Image zupass.

Denn nicht nur die alten Fenster-Guck-Damen dachten, dass wir schwul seien.

Wenn da so die zwei jungen, gut gekleideten, adretten Herren ankamen, entstand anscheinend oft dieses Bild. Wir merkten sehr schnell, dass das ein enormer Vorteil sein konnte. Die Damenwelt fühlte sich sicher und schenkte uns sofort ihr Vertrauen... Und wenn die Ladys dann ganz offen auf uns zu kamen, hoppla, da waren sie dann plötzlich doch gar nicht schwul :-)

Als wir später einer Agentur mitteilten, dass wir jetzt alt genug seien, um Einzelzimmer haben zu wollen, meinte sie: „Oh, gibt es jetzt nachts keinen Matratzensport mehr?“

Der richtige Start unserer Duo Arbeit war allerdings etwas holprig. Kurz vor unserem ersten Comedy-Akrobatik-Auftritt passierte ein kleiner Unfall.

Bei einem Akrobatik-Kunststück halte ich mich am Gürtel meines Partners fest, der greift meine Beine und so schwinge ich zwischen seinen Beinen vor und zurück.
Bei einem Schwung nach unten riss die Gürtelschnalle und mit einem Ruck sauste Herr Leistes Kopf Richtung Boden.
Diagnose: Gehirnerschütterung, Premiere verschoben...

Wir kreierten Comedy-Artistik-Shows, mit denen wir als Entertainer im In- und Ausland auf den unterschiedlichsten Firmenfeiern, Events und Incentives gebucht wurden.
Der Start war allerdings etwas holprig. Kurz vor unserem ersten Comedy-Akrobatik-Auftritt passierte ein kleiner Unfall.
Bei einem Akrobatik-Kunststück halte ich mich am Gürtel meines Partners fest, der greift meine Beine und so schwinge ich vor und zurück.
Bei einem Schwung nach unten riss die Gürtelschnalle und mit einem Ruck sauste Herr Leistes Kopf Richtung Boden.
Diagnose: Gehirnerschütterung, Premiere verschoben...

Gleich zu Beginn unserer Duo-Laufbahn wurden wir zu einer schönen Varieté-Tour „In Sachen Lachen“ durch Vorarlberg Österreich gebucht.
Da die Varieté- Vorstellungen abends stattfanden, hatten wir tagsüber Zeit.
Einmal wurden wir zu einem wunderschönen Segeltörn auf dem Bodensee eingeladen. Irgend wann, als es Zeit zur Rückkehr war und der Wind nichts hergab, warfen wir den Außenborder an.
Besser gesagt, wir wollten in anlassen.
Mein Partner Thomas, strotzend in seiner jugendlichen Kraft, nahm den Anlasser, zog einmal beherzt daran und hatte den Anlasser in der Hand...
Nun hieß es SOS und abschleppen lassen, sodass wir gerade noch rechtzeitig schweißgebadet zur Vorstellung erschienen.

In dieser Zeit begannen die Varietés neu zu erblühen; da mischten wir fröhlich mit und wurden auch zu verschiedenen Neueröffnungen engagiert.
Die erste Neueröffnungsgala, zu der wir als Komiker gebucht wurden, war 1992 das Varieté Georgspalast GOP in Hannover.
Da das so erfolgreich war, durfte Tébé & Leiste bei weiteren Varieté-Neueröffnungen nicht fehlen.
So traten wir auch bei der Eröffnung Varieté GOP Essen und bei dem Varieté GOP in Bad Oeynhausen auf.
Wir arrangierten es so, dass wir so ungefähr jedes Jahr in einem der renommierten Varietés auftraten.
Meistens führten wir als Moderatoren durch das Programm.

Anbei verschiedene Varietés, in denen wir u.a. aufgetreten: „Kleines Theater Höchst“ in Frankfurt, Varieté „Tigerpalast“ in Frankfurt, das „Hansatheater“ in Hamburg, viele Monatsengagements in den Varieté GOP Hannover, im Varieté GOP Essen und im Varieté GOP in Bad Oeynhausen. Wir spielte im Varieté Killesberg in Stuttgart, im Friedrichsbau Varieté Stuttgart, im Apollo Varieté Düsseldorf, im Varieté in Binz auf Rügen, im „Altes Theater in Heilbronn“ (Eröffnungsprogramm) im „Varieté am Seepark“ in Freiburg sowie die
Weihnachts- Dinner-Show – "Winter-Wonderland" in Dornbirn, Österreich, Varieté „Polygon“ in Zürich.

Das „Varieté Polygon“ in Zürich wird mir auch immer in Erinnerung bleiben.
Unser zweiter Unfall passiert hier, aber nicht während des Auftretens im Varieté, sondern als wir vormittags unser erprobtes Programm für die Einführung des neuen Mercedes Benz Bus 040 präsentierten:
Als ich aus der Handstand-Akrobatik mit meinem Partner langsam mit den Füssen zu Boden glitt, trat ich in Zeitlupe auf seinen Fuß,
knickte um und ein Band riss.
Hier hatte ich mal Glück im Unglück. Das zweimonatige Varieté-Engagement wäre noch eine Woche weitergegangen, daraus wurde nichts mehr.
Stattdessen wurde ich von zwei Versicherungen bezahlt , - einmal von der des Varietés und zweitens von meiner eigenen.
Allerdings nicht für eine Woche, sondern für die sechs Wochen, die ich arbeitsunfähig war.

Durch unsere Comedy-Auftritte auf Festivals und Varietés wurde auch das Fernsehen auf uns aufmerksam.
So hatten wir immer wieder in den unterschiedlichsten Sendungen Gastauftritte, u.a. im ARD, ZDF, RTL, WDR, SWR3 und ORF.

Events in ganz Europa machten uns zu Reisenden. In der Szene wurden wir schon die Flughafenrenner genannt.
Komischerweise gab es bei uns auf den Flughäfen immer Zeitknappheit.
Ob beim Umsteigen oder ob es einen Flieger zu erreichen galt, wir rannten meistens mit mehreren Taschen und Koffern über den Flughafen und saßen dann schweißgebadet im Flieger.

Einmal hatten wir eine Firmenfeier in München, ließen uns gleich ein Hotel am Flughafen buchen, da am nächsten Nachmittag der nächste Auftritt im Maritim am Flughafen Hannover stattfand.
Wunderbar, damals konnte man bei einem Inlandflug erst eine halbe Stunde vor Abflug erscheinen.
Diese Situation nutzten wir natürlich schamlos aus, da wir so wunderbar länger schlafen konnten.
Als wir dann aber zum Münchner Flughafen kamen, war nur ein einziger Sicherheits-Check geöffnet; dadurch entstand vor diesem eine ellenlange Schlange.
Oh ha. Was nun, wir mussten schleunigst zum Flieger, da ja der nächste Auftritt auf uns wartete.
Wir drängelten uns unter Beschimpfung ganz vor. Als dann aber eine Plastikpistole bei der Durchleuchtung der Taschen zum Vorschein kam, war doch erst mal Schluss.
Alle Erklärungen, dass wir Künstler seien und diese nur zum Spaß für die Polizei-Animation benötigt wurde, halfen nichts.
Die Pistole musste in einen extra Umschlag, der im Cockpit deponiert wurde; erst nach dem Flug wurde sie zurückgegeben. Na also, geht doch :-)
Damals war auch noch kein 11.September.

Eine weitere Episode am Flughafen, diesmal ging es nach Wien.
Wir waren (seltsamer Weise) mal wieder auf dem letzten Drücker.
Mein Kollege wurde von der Grenzpolizei aufgehalten, jetzt ging es um Handschellen, die er nicht mit in den Flieger nehmen durfte.
Wir vereinbarten, Thomas kläre die Sache mit den Handschellen, ich halte das Flugzeug auf.
Als ich unterdessen der letzte in der Wartehalle war, wurde ich aufgefordert, bitte die Bording-Card vorzuzeigen und weiter zu gehen.
Ich meinte, ich wolle noch auf meinen Kollegen warten, wir müssten unbedingt den Flug nehmen, da ein Auftritt auf uns wartete.
Nun meinten sie, „entweder einer oder keiner...“
Ok, ich ließ mich mit dem Bus bis vor das Flugzeug bringen und weigerte mich dann, das Flugzeug zu betreten.
Nach endlosen fünf Minuten wurde endliche Thomas mit einem extra Auto vor das Flugzeug gefahren.

Nach den ersten Jahren in Koblenz siedelten wir, das Comedy-Duo Tébé & Leiste, in die Medien- und Kulturstadt Köln um.
Hier gründeten wir unsere Familien, und wie es sich für Partner gehört, wurde die Geburt unserer Erstgeborenen auf den gleichen Tag ausgerechnet.
Mit zwei Tagen Unterschied kamen dann unsere ersten Kinder zur Welt.

Unterdessen waren wir nach begeisterten Menschen und Applaus süchtig geworden, und deshalb nahmen wir alles an, was so kam.
Diese Sucht stürzte uns immer wieder in Situationen mit fließenden Übergängen von Sinn zu Wahnsinn.
Einmal, während wir auf der Frankfurter Automobil-Messe IAA für 13 Tage auftraten, bekamen wir die Anfrage, an einem der Abende bei einem Golf-Turnier in Stuttgart aufzutreten.
Wir nahmen natürlich an, was sind denn schon fünf Shows am Tag auf einer Messe.
Nun bahnte sich ein Problem an. Wir hatten weder mit dem Zug noch mit dem Auto eine Chance, nach dem Messetag rechzeitig in Stuttgart anzukommen.
Der Flugplan mit dem normalen Flieger funktionierte auch nicht. Also musste ein Privatflug her.
Wir fanden heraus, dass Piloten viele Flugstunden absolvieren müssen, um ihre Lizenz behalten zu können. 
Also verhandelten wir mit verschiedenen Piloten und am Schluss mussten wir nur die Start- Lande- und Kerosinkosten übernehmen.
Eine wunderbare „win win“ Situation.
Trotz des super gelungen Deals entpuppte sich der Flug als eine sehr heikle Angelegenheit.
Die kleine Maschine durfte offiziell nur bis Sonnenuntergang landen. Um dies zu schaffen, sauste unser Pilot, quasi im Sturzflug und gegen die eigentliche Landerichtung, auf die Landebahn zu, um noch pünktlich vor Sonnenuntergang zu landen. 
Tatsächlich schafften wir es gerade so.
Was wäre passiert, wenn wir nicht mehr pünktlich gelandet wären?
Hätten wir in der Luft bleiben müssen?
Ich weiß es nicht, ist auch egal, wir hatten es ja geschafft.

Die Krönung aller verknoteten Engagements leistet sich das Comedy Duo allerdings während eines Engagements im Varieté GOP Hannover.
Wir waren als Moderatoren für einen Monat gebucht.
Moderation hieß für uns: Begrüßungs-Walk-Act, dann zwischen jedem Künstler-Kollegen-Act eine kurze Akrobatik-Comedy- Show von uns.
So waren wir die zweieinhalb Stunden eines Varieté-Abends gut beschäftigt und dementsprechend erledigt.
Am Wochenende gab es allerdings täglich zwei Shows.
Ok, dies wussten wir, das ist in den meisten Varietés so üblich.
Nun hatten wir bereits über eine längere Zeitspanne an verschiedenen Wochenenden Auftritte in Hamburg und München bei Ärzte-Tagungen.
Diese Veranstaltungen waren sehr hochkarätig, mit jeweils ca. 1000 Ärzten.
Zwei dieser Wochenenden fielen auch in unser Hannover Varieté Engagement. 
Gut, Hamburg war nicht das große Problem.
Allerdings: Nach einer Doppel-Show Varieté in Hannover nach Hamburg fahren, um am nächsten Morgen in aller Früh die Tagungs-Gäste fröhlich zu begrüßen... Während der Tagung zur Auflockerung dann einen Akrobatik-Show-Act, dann direkt zurück nach Hannover fahren, um die nächste Nachmittags-Varieté-Show zu bestreiten... Es gibt lustigere Momente im Leben.
Aber was soll man da groß reden, die Hamburg Tagung war zu meistern.
Mit den Veranstaltungen in München sah es dann doch noch etwas diffiziler aus.
Wir mussten uns, da nach der Mitternachtsshow kein Flieger oder ICE mehr fuhr, ein Auto mit Chauffeur buchen.
Will sagen: Samstag Moderation für die Varieté Abend-Show.
Nach 30 Minuten Pause Moderation Varieté Mitternachts-Show.
Sofort ins Auto und so gut es geht im Auto von Hannover nach München schlafen.
Völlig übermüdet am Morgen die Ärzte mit Walking-Act sowie Comedy-Show begeistern.
Danach sofort zum Bahnhof in den ICE zurück nach Hannover, um die Varieté Nachmittag-Show und dann die Abend-Show zu bestreiten.
Wir wussten nicht mehr, wann Tag oder Nacht war, wo oben oder unten ist.
Da unsere Shows mit Akrobatik durchwoben sind, begleitet uns die ganze Zeit ein wenig Panik, dies Ganze überhaupt zu überleben.
Erstaunlicherweise überstanden wir alles ohne Verletzung.
Und psychologisch motivierten wir uns, indem wir uns immer wieder vorrechneten, was wir gerade verdienten!
Nach diesen Strapazen sagten wir uns, so etwas Wahnsinniges machen wir nie wieder.

Na ja, anscheinend ist der Mensch vergesslich. Als die nächste ähnliche Situation kam, dachten wir: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“ (Zitat Konrad Adenauer).

Kurioser Weise waren wir auch dieses Mal im Varieté GOP Hannover engagiert. Dieses Engagement stand längst fest, als wir das Angebot bekamen, für eine Firma bei der Hannover-Messe aufzutreten.

Nun, so dachten wir uns, bevor wir uns tagsüber in Hannover langweilen, können wir ja auch noch ein paar zusätzliche Auftritte auf der Messe machen. Ist ja praktisch, beide Engagements in Hannover... :-)

Die Praxis entwickelte sich dann zu einem Tohuwabohu, das – wörtlich – unbeschreiblich war.

„Aus Schaden wird man klug“, wir auch – einbisschen! Und trotzdem gerieten wir immer wieder in Situationen mit hohem „Wahnsinnspotenzial“.

Meistens wurden wir von Agenturen zu den unterschiedlichsten Events, Firmenfeiern, Weihnachtsfeiern, Hochzeiten, Geburtstagen, Messen oder Bundespressebällen gebucht.

Eine österreichische Agentur, die uns sehr häufig engagierte, buchte uns wieder zu einem Event nach Österreich.

Diese ganze Reise hatte es so in sich. Da damals Inlandsflüge sehr viel günstiger als Auslandsflüge waren, auch wenn es nur ein paar Meter über die Grenze ging, flogen wir nach München und bekamen dort einen Leihwagen, um nach Österreich zu fahren.

Dieses Mal hatten wir Glück und bekamen ein Upgrade. Cool, einen 7er BMW!!!!!!

Leider war die Autobahn viel zu voll und der Weg viel zu kurz, um den schicken Wagen so richtig auszukosten.

Egal, Hauptsache cooles fettes Auto :-)

Irgendwann leitete uns das Navi weg von der Autobahn, dann von der Landstrasse bis zu einer kleinen Strasse, die auf einen Berg führte...? Ja, wo geht es denn hin?  Wo soll denn da oben eine Location sein? Am Ende landeten wir, bei leichtem Schneefall, tatsächlich auf einer Berghütte.

Oh ha, wo und wie sollen wir denn hier mit unserer Akrobatik-Show auftreten?

Agentur: „Ja mir kennan euch doch, ihr seids doch Profis, ihr machts des scho“.

Tatsächlich traten wir dann in der Bergstube auf einer kleinen mit Steinfließen ausgelegten Fläche auf. Hinter uns eine prasselndes Feuer, vor uns Steinmäuerchen, die die Tischsitzgruppen begrenzten, und die Decke quasi mit der Hand zum berühren...

Während der Show waren wir mehr mit Aufpassen beschäftigt, wo wir hintraten und sprangen, als uns auf das Wesentliche, die Show, zu konzentrieren. Aber das Publikum war begeistert, wir wurden gefeiert und überlebten den Auftritt auch dieses Mal unverletzt.

Aber noch waren wir nicht aus der Patsche!

Die Agentin bot uns an, uns ins nahegelegene Berg-Hotel zu fahren, und uns morgens wieder abzuholen, da sie eh im Moment ein Auto bräuchte, um nach Hause zu kommen. Prima.

Am frühen Morgen wurden wir auch pünktlich abgeholt und es ging im rasanten Tempo bergab. Uns beiden, Thomas und mir, lag auf der Zunge, ob sie nicht das Tempo bei dem Schnee etwas drosseln sollte? Da sie aber eine gestandene Österreicherin und Berge mit Schnee gewöhnt war, unterließen wir es.

Fehler.

Wir gerieten prompt ins Schlingern.

Da uns nun auch noch ein Fahrzeug entgegen kam, musste gebremst werden, und sämtliche modernen ABS, ASR, BVS und was es sonst noch alles in einem Top modernen Auto alles gibt, griffen nicht und unser schöner BMW begann sich zu drehen. Erst knallten wir mit dem Heck in das andere Auto, dann brachte uns ein Schneewall zum stehen.

Anstatt mit einem 7er BMW fuhren wir mit einem VW-Bus-Taxi vom Salzburger Land zum Münchner Flughafen.

Ob uns diese Autovermietung je wieder upgradet?



 

Baustelle, weitere Vita folgt...

 

Sprache / Language

German Arabic Chinese (Simplified) Dutch English French Hungarian Italian Japanese Korean Polish Portuguese Russian Spanish